Düsseldorf – Nähe trifft Freiheit
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Er liebt mich, er liebt mich NICHT - die Loverboy-Methode

Ein Präventionsworkshop für Mädchen ab 14 Jahren und eine Fachkräfteschulung

Das Präventionskonzept „Er liebt mich, er liebt mich NICHT – die Loverboy-Methode“ besteht aus einem Workshop für Mädchen ab 14 Jahren, sowie einer Fachkräfteschulung für Pädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen.
Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmerinnen altersgerecht über die Loverboy-Methode aufzuklären und zu sensibilisieren, eine eigene Haltung zu Liebe, Nähe, gesunden Beziehungen und persönlichen Grenzen zu entwickeln, den Umgang mit Social-Media zu besprechen, den Selbstwert, die Selbstwirksamkeit und Entscheidungsfähigkeit der Teilnehmerinnen zu stärken, sowie Hilfsangebote und Unterstützungssysteme bekannt zu machen.
Anhand eines fiktiven Instagram Profils einer Betroffenen, lernen die Mädchen und jungen Frauen die Vorgehensweise eines Loverboys kennen. Mithilfe von interaktiven Methoden, online Tools und offenen Gesprächen, werden die Inhalte vertieft. Die Workshops können flexibel an die Rahmenbedingungen der Einrichtung angepasst werden, dabei ist eine Durchführungszeit von mindestens 3 Zeitstunden sinnvoll. Seitens der Einrichtung bedarf es lediglich eines Raums mit Beamer und Internet.

Ziel der Fachkräfteschulung ist es, die Teilnehmenden über das Phänomen aufzuklären und sie zu befähigen, potenziell Betroffene zu identifizieren. Außerdem wird das spezialisierte Hilfesystem vorgestellt, um die Handlungskompetenzen der Fachkräfte zu erweitern.

Die Angebote sind kostenfrei und werden ausschließlich von Fachberaterinnen der landesgeförderten Fachstellen für Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung durchgeführt.
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Er liebt mich, er liebt mich NICHT - die Loverboy-Methode
Angebotsformat
Gruppensetting
Durchführungsort
Aufsuchend, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung, Offener Treff, Schule / Berufskolleg, Jugendverbände, Weiterführende Schule
Stadtbezirk
Überregional
Stadtteile
Überregional
Zielgruppe
10-17 Jahre, 18-26 Jahre, Eltern und Fachkräfte
Teilnehmerzahl
Flexibel anpassbar
Angebot besteht seit
12.12.2025
Geplante Laufzeit
31.12.2026
Evaluation des Angebots
In Planung, durch NRW-Vernetzung der spezialisierten Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung
Trägerkategorie
Sonstige
Träger
frauenberatungsstelle düsseldorf e.V.
Talstraße 22-24
Düsseldorf
Ansprechpartner*in
Flora Schaefer
(Beraterin)
flora.schaefer@frauenberatungsstelle.de
0211686854
Weitere Informationen
Mädchen wachsen heute in einer Lebenswelt auf, die stark durch soziale Medien und digitale Kommunikation geprägt sind. Aufmerksamkeit, Anerkennung und Zugehörigkeit spielen in dieser Lebensphase eine zentrale Rolle. Täter der sogenannten Loverboy-Methode nutzen genau diese Bedürfnisse gezielt aus. Sie täuschen den Betroffenen die große Liebe vor, bauen emotionale Abhängigkeiten auf und isolieren sie schrittweise von Familie und Freundeskreis. Anschließend werden die Betroffenen sexuell ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen. Diese Form des Frauenhandels geschieht meist unauffällig, schleichend und mitten in unserer Gesellschaft.
Aufgrund der manipulativen Vorgehensweise erkennen Betroffene ihre Situation oft selbst nicht als Gewalt und Ausbeutung.
Doch je informierter und selbstsicherer Mädchen und junge Frauen sind, desto schwieriger wird es für Täter, Manipulation und Gewalt auszuüben.
Im Jahr 2024 konnte die NRW-Vernetzung, ein Zusammenschluss der 8 vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW, geförderten und spezialisierten Fachberatungsstellen für Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, ein Präventionskonzept zur Loverboy-Methode konzipieren. Seit Ende 2025 kann dieses nun, gefördert durch das Land NRW kostenlos an Schulen und anderen Institutionen, wie beispielswiese in der Jugendhilfe angeboten werden.